Japan Hilfe, ein Jahr nach der Katastrophe


Veröffentlicht am: 28. 3. 2012

Die Liebenzeller Mission hat im letzten Jahr über 800.000 Euro an Spenden für ihr Japan-Hilfsprogramm erhalten und konnte damit einen aktiven Beitrag zum Wiederaufbau leisten. Inzwischen wurden bereits 4 Einsatzteams nach Japan gesandt.

Die ersten Teams halfen hauptsächlich bei den Aufräumarbeiten. Der Fokus des letzten Team war mehr seelsorgerlicher Art. Sie haben die entwurzelten Menschen in Notunterkünften bzw. Behelfswohnungen besucht und Decken, Getränke und Gebäck verteilt, insbeondere aber mit den Menschen Gespräche geführt.

Einer unserer Missionare, Gerd Strauß, wurde auf Bitte der Japanischen Evangelischen Allianz für 1 Jahr freigestellt, um die verschiedenen Hilfseinsätze zu koordinieren und für Gespräche mit Menschen aus der Region zur Verfügung zu stehen. Er hat einen enormen physischen und psychichen Einsatz gebracht bzw. bringt ihn noch und konnte vielen Menschen eine Hilfe sein.

Derzeit sind etwa noch 40 Personen von ursprünglich 70 Personen in unserem Freizeitheim in Japan. Sie stammen aus einer Baptistengemeinde aus Fukushima, die sich etwa 5 km vom havarierten Kernkraftwerk entfernt befand und komplett zerstört wurde. Diese Menschen können auf lange Sicht nicht mehr nach Hause zurück.

Die Gemeinde hat mittels Spenden begonnen, 60 km vom Kernkraftwerk ein neues Gemeindehaus zu bauen und dazu Wohnungen für Gemeindeglieder, die alles verloren haben. Wir schätzen, dass bis April die Leute dahin umziehen können. Ab Mai soll dann der Freizeitbetrieb im Fukin no Ie (Haus des Evangeliums) wieder aufgenommen werden.

Auch haben wir von mehreren Taufen von Menschen gehört, die unter dem Eindruck des Erlebten sich an Christus wandten und zum Glauben fanden.