Sebastian und Katharina Proß in PNG


Veröffentlicht am: 18. 2. 2017


Als neue Missionare ist es sehr wichtig Land, Sprache und Kultur so gut es geht kennenzulernen. Sebastian und Katharina Proß werden die Arbeit in den Settlements von Port Moresby fortsetzen. In den Armensiedlungen ist oftmals wenig von Kultur oder Tradition oder gar Werten zu sehen. Menschen, Kultur, Traditionen, Glaube und Werte sind außerdem stark im Wandel.

Umso wichtiger für die Arbeit als Missionare ist es, sich immer wieder neu mit der Herkunft der Menschen zu beschäftigen. Während Port Moresby rasant wächst und sich weiterentwickelt, scheint die Welt im Hinterland oft stehen geblieben zu sein.

Sebastian & Katharina Proß reisten als Teil ihrer Orientierung zurück zu den Ursprüngen. Drei Wochen waren sie auf Manus. Dort begann vor über 100 Jahren die Arbeit der Liebenzeller Mission in Papua-Neuguinea. Daraus entstanden ein großer Kirchenverband, eine Bibelschule und eine Musikschule – wo heute noch Missionare der Liebenzeller Mission unterstützend zur Seite stehen.

Im Dezember stand der Orientierungs-Intensiv-Kurs an. Mit Johannes Wälde reiste das Ehepaar in das Sepikdorf Moropote, wo Friedemann Urschitz seiner Zeit wirkte. Als erfahrener Missionar führte sie Johannes und die vielen Einheimischen in Sitten, Tradition, Werte, Glauben der Menschen in Moropote ein. Eine der vielen Kulturen in Papua-Neuguinea, die sich oft unterscheiden und dennoch (für uns Westliche) so ähnlich sind. Mit Johannes machten sie einen mehrtägigen Busch-Wokabout (Marsch) zu zwei weiteren Dörfern und führten eine Weihnachtskonferenz durch.

Die Beiden blieben noch ohne Johannes zwei weitere Wochen, um Kultur intensiv zu schnuppern. Auf sich allein gestellt haben die Einheimischen sie mit in ihren Alltag genommen. Zunächst einmal die Essensbesorgung: Sagopalme schlagen, Stärke herauswaschen und fischen gehen. Das Fahren mit einem Pull- Kanu (Einbaum) war dabei echt eine Erfahrung. Auch bei einem Hausbau waren sie dabei. Sie staunten, wie aus Buschmaterialien und purer Manneskraft ein 1A-Buschhaus wurde. Sie konnten aus erster Hand sehen, dass das Leben im Busch harte Arbeit ist. Doch bei alledem konnten sie auch die Vorzüge des Buschlebens kennenlernen: Zum Beispiel das abendliche Baden und Kleiderwaschen im Fluss. Die beiden sagen rückblickend: “Diese 4 Wochen haben uns den Menschen und ihrer Lebenswelt näher gebracht. Jetzt heißt es das Wissen in die Arbeit in den Settlements miteinzubringen und weiter zu lernen.”